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OpenCms

Steckbrief

Programmiersprache: 

Java

Erstmals veröffentlicht: 

2000

Open Source seit: 

2000

Lizenz: 

Aktuelle Major Release: 

8

Registrierte User: 

> 1 500

Core-Contributors: 

~ 15

Anzahl Downloads: 

> 10 000

Verfügbare Sprachen: 

10
18.05.2015

OpenCms ist eine umfangreiche CMS-Plattform für den Einsatz im Internet oder Intranet. Bekannte Anwender von OpenCms sind unter anderem die Chicago Mercantile Exchange (CME), Bayer Business Services, mobile.de, SWITCH, die WAZ-Mediengruppe, Salesforce.com, Sky, sowie das offizielle spanische Tourismusportal spain.info.

OpenCms wird seit dem Jahr 2000 kontinuierlich als Open-Source-Projekt entwickelt. Angeboten wird es unter der LGPL-Lizenz, welche den uneingeschränkten Einsatz auch für kommerzielle Zwecke ermöglicht. Es basiert auf der Java-Plattform und kommt vor allem in mittleren und größeren Unternehmen zum Einsatz die ein CMS benötigen das optimal in Ihre vorhandene IT-Infrastruktur integriert werden kann.

Mit der aktuellen Version 8.5 wurde vor allem die Benutzerfreundlichkeit für Redakteure maßgeblich verbessert. Wer ein ausgereiftes CMS sucht, das auf einer mächtigen technischen Plattform basiert, flexibel an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann und gleichzeitig eine für Redakteure einfach zu bedienende Oberfläche hat, der sollte einen Blick auf OpenCms werfen.

Fokus auf Einsatz in Unternehmen

Die Entwicklung ist ausgerichtet an den Bedürfnissen von Unternehmen und großen Organisationen. Für diese Zielgruppe ist es wichtig, dass das CMS optimal in die vorhandene Systemlandschaft integriert werden kann. Die Java-Plattform ist in vielen Unternehmen der de-facto Standard für die Verknüpfung der IT-Infrastruktur. Weiterhin sind dort oftmals aufwendige Datenbank-Installationen mit Oracle, DB2 oder MS-SQL anzutreffen. OpenCms passt sich hervorragend in diese Infrastruktur ein, da es komplett in Java geschrieben und datenbank­unabhängig ist.

Aufgrund seiner Flexibilität wird das System auch oft im Intranet verwendet. Die Navigationsstrukturen und Texte der Intranetseiten werden dabei meist durch das CMS erstellt und verwaltet. Unternehmensspezifische Funktionen werden dann in dieses Seitengerüst eingepasst. Für Einsatzbereiche wie Dokumentenmanagement oder Informationsportale gibt es bereits fertige Lösungen. Über frei verfügbare Erweiterungen kann OpenCms außerdem zu einem kompletten Portal-Server gemäß JSR 268 ausgebaut werden.

Der automatische Import und Export von Inhalten in bzw. aus dem CMS ist im Unternehmensbereich eine häufig gestellte Anforderung. Da OpenCms seit der Version 8.5 als CMIS-Server eingesetzt werden kann ist es hierfür bestens geeignet. Die Abkürzung CMIS steht für Content Management Interoperability Services und beschreibt einen weithin akzeptierten Standard für Remote-Zugriffe auf die Inhalte in einem CMS.

Intuitive Redaktionsoberfläche

Die Redaktionsoberfläche von OpenCms 8.5 wurde komplett in HTML 5 erstellt. Ihre Funktionsweise lässt sich am besten mit den Schlagworten Inline-Editor, Drag & Drop von Elementen und Mehrfachverwendung von Inhalten zusammenfassen.

In der Redaktionsansicht werden in OpenCms Bedienelemente direkt über die zu bearbeitende Webseite eingeblendet. Einzelne Inhaltselemente auf der Seite sind mit Drag & Drop zu verschieben, auf die gleiche Art können auch neue Inhalte erstellt werden. Texte können direkt „Inline“ auf der Seite erstellt oder geändert werden, ohne Wechsel der Ansicht in einen speziellen Editor. Ein formularbasierter Editor steht aber dennoch zur Verfügung, falls dieser bevorzugt wird. Neue Seiten lassen sich in der Sitemap-Ansicht per Drag & Drop anlegen, genau so wird auch die Navigationsstruktur der Website verwaltet. Inhaltselemente werden in verschiedenen Galerien verwaltet und können problemlos auf mehreren Webseiten gleichzeitig verwendet werden. Für das Auffinden von vorhandenen Inhalten stehen verschiedene Werkzeuge wie z. B. Dateibaum, Volltext- oder Attributsuche bereit.

 

Für Administratoren steht zusätzlich eine eigene Power-User-Ansicht zur Verfügung. Diese bietet eine umfangreiche Rechte- und Rollenverwaltung mit fein granulierbaren Zugriffsberechtigungen für die Redaktion. Über eine klassische Baum­ansicht können sämtliche Ressourcen im Repository individuell verwaltet werden. Das System ist Multisite- und Multidomainfähig und unterstützt die Verwaltung von Inhalten in mehreren Ausgabesprachen mit verschiedenen Zeichensätzen. Abgerundet wird das Funktionsangebot unter anderem durch eine integrierte Volltext-Suche auf der Basis von Apache Solr, visuelle Bild­skalierung und Auswahl von Bildausschnitten, SEO-Unterstützung sowie der Möglichkeit komplette Sites „offline“ zu überarbeiten und alle Änderungen gemeinsam zu veröffentlichen.

Technologie

OpenCms basiert serverseitig im Wesentlichen auf Open-Source-Komponenten der Apache Foundation. Die HTML-5-basierte Redaktionsoberfläche (mit Ausnahme der Power-User-Ansicht) wurde komplett unter Verwendung des Google Web Toolkit (GWT) entwickelt.

Als Java-basiertes CMS benötigt OpenCms einen Servlet-Container als Laufzeitumgebung. Hier wird oft Apache Tomcat eingesetzt, aber auch kommerzielle Anbieter wie IBM Websphere oder Red Hat Jboss können verwendet werden.

Ein wesentliches Feature ist die Konzentration auf die Erstellung von „strukturierten Inhalten“. Solche können z. B. eine Nachricht, ein Stellenangebot oder eine Produktbeschreibung sein. OpenCms bietet die Möglichkeit, umfangreiche strukturierte Inhalte durch Angabe eines W3C-XML-Schemas zu definieren. Über die Redaktionsoberfläche werden dann auf der Basis dieser Schemas XML-Dateien erstellt, welche im OpenCms-Repository gespeichert werden.

Zur Darstellung des XML auf den Webseiten bietet das CMS ein umfangreiches Template-System auf der Basis von Java Server Pages (JSP). Über ein spezielles „Tag“ werden auf den JSP-Templates dynamische Ausgabebereiche, sogenannte „Container“ definiert. Die Ausgabe eines XML-Inhalts in einem Container wird über einen „Formatter“ gesteuert. Dabei handelt es sich wiederum um eine JSP, welche die Daten aus dem XML formatiert in das Template ausgibt.

Die Bereitstellung der XML-Schemas, der JSP-Templates mit den Containern und der JSP-Formatter für die Ausgabe des XML stellt den Aufgabenbereich des Entwicklers dar. Auf dieser Basis erstellt OpenCms automatisch die für die Bearbeitung der Inhalte benötigten Eingabemasken. Auch die Drag&Drop-Funktionen zum Hinzufügen und Verschieben von Inhalten direkt in die Container einer Webseite erfordern keinen weiteren Entwicklungsaufwand.

Entwicklung

Die Entwicklung von OpenCms wird über die populäre Plattform GitHub koordiniert. Dort kann jederzeit der Source-Code des aktuellen Entwicklungsstands eingesehen werden. Das letzte stabile Release auf der offiziellen Website zum Herunterladen bereit. An seiner Entwicklung waren insgesamt über 60 Entwickler beteiligt, die Codebasis besteht aus über 1 Millionen Zeilen Code. Koordiniert wird die Entwicklung von OpenCms durch die Alkacon Software GmbH aus Köln.

Aktive Community

OpenCms weist im Vergleich mit einigen anderen CMS eine kleinere Community von Entwicklern auf. Auch ist die Anzahl der Installationen geringer als bei manchen anderen Systemen. Dies liegt vorwiegend in der klaren Ausrichtung auf Java und dem professionellen Anwenderbereich begründet. Eine OpenCms-Installation wird in der Regel auf die genauen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten, daher gibt es deutlich weniger „Out-of-the-box“-Installationen, welche ein vorhandenes Template benutzen und nur leicht anpassen.

Dennoch ist die Community sehr aktiv, so wird z. B. jährlich die Benutzer- und Entwicklerkonferenz OpenCms Days abgehalten, auf der Anwender aus aller Welt ihre Projekte vorstellen. Auch geographisch sind die Anwender über die ganze Welt verteilt, neben Westeuropa und den USA findet man die User unter anderem auch in Südamerika, Russland, Japan, China und Australien.
OpenCms wird von IT-Systemhäusern gerne als Open-Source-Alternative zu „großen“ kommerziellen CMS angeboten. Unternehmen, die OpenCms einsetzen wollen, finden daher Unterstützung bei einer Vielzahl von Lösungsanbietern. Standard-Supportverträge und Schulungen sind ebenfalls verfügbar.

 

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